Dr. iur. Muzaffer Şeker
Der türkische und der schweizerische gesetzliche Güterstand im Vergleich

Paperback, 360 Seiten, mit zahlreichen Beispieltabellen
ISBN
 978-3-929345-51-3
Preis:
39,90 Euro, 69,40 SFr

Im letzten Jahrhundert, in der Gründungsphase der Republik Türkei, wurden in vielen Rechtsgebieten, so auch im Familien- und Zivilrecht, tiefgreifende Reformen durchgeführt. Am 17. Februar 1926 wurde das Zivilgesetzbuch der Schweiz übernommen. Als ordentlicher Güterstand galt jedoch in der Türkei die Gütertrennung, im Gegensatz zum schweizerischen ZGB von 1907, das die Güterverbindung als ordentlichen Güterstand vorsah.

Zunehmend hat sich gezeigt, dass die Gütertrennung viele Nachteile für die Frau aufwies, da sie keine Beteiligung beider Ehegatten am während der Ehe neugebildeten Vermögen bei Auflösung des Güterstandes vorsieht. Folglich wurde am 22. November 2001 im türkischen Parlament die Errungenschaftsbeteiligung als ordentlicher Güterstand im neuen türkischen ZGB verabschiedet und am 8. Dezember 2001 verkündet. Am 1. Januar 2002 trat das Gesetz in Kraft. Die Errungenschaftsbeteiligung löste also die bis dahin geltende Gütertrennung ab, welche mit den veränderten wirtschaftlichen und sozialen Verhältnissen in der türkischen Gesellschaft nicht mehr vereinbar war. Die türkische Gesetzgebung stützte sich hierbei wiederum auf das in der Schweiz bereits 1988 revidierte Ehegüterrecht.

Da die Einführung der schweizerischen Errungenschaftsbeteiligung als ordentlicher Güterstand für die Türkei ein grosser Fortschritt und folglich die schweizerische Rechtsprechung und Literatur in Bezug auf das Ehegüterrecht für die Türkei auch von grosser Bedeutung ist, behandelt diese Arbeit den türkischen und den schweizerischen ordentlichen Güterstand im Vergleich. Vor der Behandlung der ordentlichen sowie der vertraglichen Güterstände nach schweizerischem und türkischem Zivilgesetzbuch werden die Entwicklungen und Veränderungen im Ehegüterrecht dargelegt. Zudem wird die Gütertrennung ausführlich dargestellt, da sie 75 Jahre lang in der Türkei als gesetzlicher Güterstand galt. Schließlich werden die Schritte in Richtung der Errungenschaftsbeteiligung im türkischen Recht und die Errungenschaftsbeteiligung als ordentlicher Güterstand in der Schweiz und in der Türkei sowie die Vor- und Nachteile der Errungenschaftsbeteiligung behandelt.

Der Autor:

Dr.iur. Muzaffer Seker promovierte mit dem Thema Der türkische und der schweizerische gesetzliche Güterstand im Vergleich. Am 26. Januar 2006 wurde er von der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Bern zum DOCTOR IURIS ernannt. Derzeit ist er in der Schweiz als internationaler Rechtsberater und Übersetzer sowie als Anwalt in der Türkei tätig. Insbesondere führt er Prozesse in deutscher und türkischer Sprache und beschäftigt sich mit der türkischen und schweizerischen Gesetzgebung im Vergleich.

Er führt seine wissenschaftliche Arbeit in der Schweiz weiter und verfasst juristische Aufsätze, die in den einschlägigen Fachzeitschriften in der Türkei, in der Schweiz sowie in Deutschland erscheinen. Abgesehen von seiner Tätigkeit als Jurist und Berater sowie seiner wissenschaftlichen Arbeiten hält er Vorträge und führt Seminare durch, in denen Chancen und Risiken auf juristischem Gebiet erläutert werden und gibt seine umfangreichen Fachkenntnisse weiter.  

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